AUSSTELLUNGSERÖFFNUNG
Berlin, den 27. September 2025
Gabriele Münter Preis 2025 Ausstellung im Museum Gunzenhauser der Kunstsammlungen Chemnitz
Am gestrigen Abend wurde im Museum Gunzenhauser der Kunstsammlungen Chemnitz die Ausstellung zum Gabriele Münter Preis 2025 eröffnet. Zahlreiche Gäste aus Kultur, Politik und Öffentlichkeit nahmen teil und machten die Eröffnung zu einem besonderen Ereignis für die Ausstellung und den Preis.
Vom 27. September bis zum 16. November 2025 präsentiert das Museum Gunzenhauser der Kunstsammlungen Chemnitz die Ausstellung zum renommierten Gabriele Münter Preis 2025. Auf einer gesamten Etage des Hauses werden Werke von Parastou Forouhar, der diesjährigen Preisträgerin, sowie den fünf Finalistinnen Esra Ersen, Else Gabriel, Ana Prvački, Annegret Soltau und Hoda Tawakol gezeigt.
Den Schwerpunkt der Ausstellung bildet das Schaffen der diesjährigen Preisträgerin Parastou Forouhar. Ihre umfangreiche Werkpräsentation gibt einen tiefen Einblick in ihr vielschichtiges künstlerisches Œuvre und machen deutlich, wie konsequent sie gesellschaftliche und politische Fragestellungen in ihre Bildsprache übersetzt.
Die Shortlist-Künstlerinnen Esra Ersen, Else Gabriel, Ana Prvački, Annegret Soltau und Hoda Tawakol zeigen eindrucksvoll die große Bandbreite zeitgenössischer künstlerischer Positionen. In ihren sehr unterschiedlichen Ansätzen von performativen, installativen und skulpturalen Arbeiten bis zu konzeptuellen und fotografischen Ausdrucksformen wird deutlich, wie vielfältig Künstlerinnen heute arbeiten und wie stark sie gesellschaftliche Diskurse mitgestalten.
Staatsminister Wolfram Weimer erklärt: „Die Gleichstellung von Künstlerinnen bleibt ein enorm wichtiges Thema in der Bildenden Kunst. Denn Frauen werden schlichtweg weniger ausgestellt als Männer. Zudem verdienen Künstlerinnen weniger als ihre männlichen Kollegen und haben eine schlechtere Altersversorgung. Die Kulturpolitik auf allen Ebenen muss hier aktiv bleiben und neue Ideen, Formate und Instrumente entwickeln, um dem entgegenzuwirken. Der Bund fördert deshalb den Gabriele Münter Preis, auch diese Ausstellung hat mein Haus gerne unterstützt. Denn hier können wir sehen, was so oft zu kurz kommt: wie kraftvoll, spannend, vielseitig und unverzichtbar weibliche Perspektiven in der Bildenden Kunst sind.“
Die Ausstellung ist das große Finale der achten Vergabe des Gabriele Münter Preises und stellt einen wichtigen Höhepunkt dar, der Dank der Förderung des Beauftragten der Bundesregierung für Kultur und Medien umgesetzt werden konnte. Mit dieser hochkarätigen Präsentation wird die gesellschaftliche und künstlerische Relevanz des Preises einmal mehr sichtbar gemacht und eindrucksvoll unterstrichen.
Begleitend zur Ausstellung erscheint ein umfassender Katalog, der vom Bundesministerium für Familie, Senioren, Frauen und Jugend gefördert wird. Der Katalog gibt mit großformatigen Abbildungen und zahlreichen Hintergrundtexten einen intensiven Einblick in das künstlerische Schaffen und die Arbeitsweisen der sechs Künstlerinnen. Ministerin Karin Prien unterstreicht die Bedeutung des Projekts: „Der Gabriele Münter Preis ist weit mehr als eine Auszeichnung für künstlerische Exzellenz. Er ist ein sichtbares Zeichen der Anerkennung weiblicher Kreativität.“
Der mit 20.000 Euro dotierte Gabriele Münter Preis zeichnet seit 1994 herausragende Bildende Künstlerinnen ab 40 Jahren aus. Der Gabriele Münter Preis 2025 wird ausgelobt von den Verbänden Bundesverband Bildender Künstlerinnen und Künstler (BBK Bundesverband), Deutscher Künstlerbund und GEDOK (Verband der Gemeinschaften der Künstlerinnen und Kunstfördernden). Die 8. Vergabe wird gefördert durch den Beauftragten der Bundesregierung für Kultur und Medien (BKM). Der Katalog, der zur Ausstellung erscheint, wird gefördert vom Bundesministerium für Bildung, Familie, Senioren, Frauen und Jugend (BMBFSFJ).
Fotos: © Corinna Mehl